Amphetamin, Marihuana, Alkohol und Ecstasy

Mein damaliger täglicher Betäubungsmittelkonsum belief sich stets auf Marihuana, Amphetamine sowie mehrere Biere. Dieser war so hoch, dass ich einmal sogar auf der Intensivstation behandelt werden musste, weil ich aufgrund der Betäubungsmittel das Bewusstsein verloren hatte. Außerdem war ich in der Drogenszene allseits als der größere Junkie bekannt, da ich das 3-4-Fache der Menge des gewöhnlichen Konsumenten zu mir nahm. Im Alter von 18 Jahren nahm ich neben Amphetamin, Marihuana und Alkohol zeitweise auch Ecstasy zu mir. Im Alter von 21 Jahren konsumierte ich zudem vorübergehend LSD und Pilze. Mit 22 Jahren versuchte ich mich das ein oder andere Mal an Kokain. Den dargestellten Konsum konnte ich jedoch in allen Fällen eigenständig erfolgreich beenden. Nach mehreren Verurteilungen wegen Verstoßes gegen das BtMG stellte ich den Betäubungsmittelkonsum eigenständig in seiner Gesamtheit ein. Auch die gerichtlich als Bewährungsauflage angeordnete Drogentherapie absolvierte ich erfolgreich, sodass ich ohne Schwierigkeiten meine MPU beenden konnte. Ich musste 12 Monate Drogenscreenings nachweisen und die MPU bestehen, bevor ich überhaupt regulär meinen Führerschein machen durfte.

An dieser Stelle möchte ich hervorheben, dass ich zu keinem Zeitpunkt klassische Entzugserscheinungen aufgewiesen habe. Das gleiche gilt für meine heutige Situation, in der ich ebenfalls keine Betäubungsmittel mehr zu mir nehme, sondern mich allein auf das mir verschriebene Medikament beschränke. Die einzige Folge der Abstinenz war und ist das Hervortreten der Konzentrationslosigkeit, der Impulsivität sowie der Unruhe, mithin der ADHS Symptomatik. Im Jahre 2014 begann ich sodann eine Ausbildung als Holzmechaniker und machte meinen Führerschein. Da ich jedoch bemerkte, dass meine Leistungsfähigkeit ohne den Betäubungsmittelkonsum stark eingeschränkt war, begann ich erneut mit dem täglichen Konsum von Amphetamin, Marihuana und Alkohol. Ich konsumierte mithin nur noch allein, privat und unter Ausschluss anderer Menschen. Der Konsum diente der Herstellung der Leistungsfähigkeit, um die Ausbildung sowie den Führerschein erfolgreich abschließen und meine Familie umfassend unterstützten zu können. Schließlich war meine Tochter zu diesem Zeitpunkt erst 1 Jahr alt, sodass meine nunmehr Verlobte jegliche Unterstützung benötigte, die ich ihr geben konnte. Ich wollte mich durch den Betäubungsmittelkonsum jedenfalls zeitweise in einen nach außen gesunden und alltagstauglichen Menschen verwandeln.

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