Cannabis und Amphetamin als Medikament

Der konkrete tagtägliche Konsum gestaltete sich dahingehend, dass ich tagsüber sowohl Amphetamin als auch Marihuana zu mir nahm, um mich abends allein auf Marihuana zu beschränken. Zwischen dem Konsum der beiden vorbenannten Betäubungsmittel trank ich ein wenig Alkohol in Form von Bier. Außerdem rauchte ich in Stresssituationen 50 Zigaretten, während es in normalen Situationen deutlich weniger waren. Ich möchte an dieser Stelle zudem ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich die benannten Betäubungsmittel, Amphetamin und Marihuana, gerade weil ich sie ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen verwendete, stets allein und unter Ausschluss anderer Personen, auch meiner Familie, konsumiert habe. Ein Konsum mit Freunden, auf Partys oder gar ein Handel mit diesen fand nicht statt. Ich habe stets darauf geachtet, dass meine 8-Jahre alte Tochter sowie mein 5-Jahre alter Sohn niemals in Berührung mit den Betäubungsmitteln kommen können.

Den konkreten Tatvorwurf gebe ich selbstverständlich vollumfassend zu. Die polizeilich aufgefundenen Betäubungsmittel dienten allesamt ebenfalls dem privaten Konsum zum Zwecke der Minderung der Symptome der bei mir diagnostizierten ADHS-Erkrankung, um im Interesse meiner Familie und in meinem Interesse alltagstauglich zu sein. Ich bin mir bewusst, dass ich durch den Besitz sowie die Bestellung der Betäubungsmittel gegen das Gesetz verstoßen und mich möglicherweise strafbar gemacht habe. Das war ein schwerer Fehler und ist mir äußerst unangenehm. Ich lehne dieses kriminelle Verhalten grundsätzlich ab, wusste mir vor dem Behandlungsbeginn jedoch nicht anders zu helfen.

Es belastet mich sehr, dass ich meine Familie durch die für die Nachbarschaft offensichtliche Wohnungsdurchsuchung in ein schlechtes Licht gerückt und in meine kriminellen Aktivitäten reingezogen habe. Besonders weil meine Familie und ich stets ein freundschaftliches Verhältnis zu unseren Nachbarn pflegten. Ich führe abseits des Betäubungsmittelkonsums ein gewöhnliches und glückliches Leben eines zweifachen Familienvaters, welches ich nicht (mehr) durch meine kriminellen Taten gefährden möchte. Das Einzige, was ich möchte, ist ein trotz meiner Erkrankung erfreuliches und legales Leben. Ich möchte nicht (mehr) kriminell sein. Umso glücklicher bin ich, wie bereits erwähnt, über die Tatsache, dass ich mich nun in fachmedizinischer Behandlung befinde.

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