Die illegalen großen Marktplätze im Darknet

Fünf Gramm Koks für 400 Euro bietet ein Händler an und verspricht Top Qualität. Ein anderer Verkäufer hat Falschgeld im Angebot: zehn nachgemachte Euro Noten zum Preis von 100 Euro. Willkommen in der Kommerz-Welt des Darknets, scheinbar alles lässt sich hier mit wenigen Klicks bestellen. Man muss nicht mehr nachts in den Park gehen, um Zugang zu verbotenen Produkten zu bekommen. Auf den hoch illegalen Darknet-Märkten mit breiter Produktpalette lässt sich fast alles bequem von zu Hause aus bestellen. Ist der anfängliche Schock über die offene Abwicklung eindeutig zweifelhafter Geschäfte überwunden, drängt sich ein anderes Gefühl auf: Diese illegale Welt im Darknet erscheint seltsam vertraut. Sie erinnert an den klassischen Onlinehandel, wie wir ihn von oder Zalando kennen.Amazon

Der Dark Commerce ist der kleine, gerne verschwiegene Bruder des E-Commerce, und er hat viel von ihm gelernt. Knapp 100 000 Produktangebote gibt es laut Eigenangaben auf Dream Market, dem momentanen Marktführer der Darknet-Wirtschaft. Und Dream Market ist nur ein Vertreter einer immer größer werdenden Zahl an Märkten. Etwa ein Dutzend von ihnen listet Deepdotweb.com auf, das als eine Art Branchenblog die Szene begleitet. Die Märkte heißen Valhalla, The Majestic Garden oder House of Lions. Ein Markt namens Darknet Heroes League, kurz DHL, hat dreist Logo und Kürzel der Deutschen-Post-Tochter gekapert. Während sich die Menschen, die Tor-Software entwickeln, wünschen, dass Whistleblower und Oppositionelle das Darknet für sich entdecken, wird das Darknet zurzeit überwiegend für eines genutzt: den hoch professionellen Kauf und Verkauf von Drogen. Die treibende Kraft des Kommerzes hat die digitale Unterwelt in eine große, illegale Einkaufsmeile verwandelt. In einer etwas jüngeren Studie untersuchte die Suchtforscherin Meropi Tzanetakis vom Wiener Zentrum für sozialwissenschaftliche Sicherheitsforschung in Zusammenarbeit mit der IT-Spezialistin Tanja Bukac ausschließlich den zu der Zeit tonangebenden (und im Sommer 2017 von der Polizei geschlossenen) Darknet-Marktführer Alphabay.

Im Beobachtungszeitraum von September 2015 bis August 2016 ermittelte sie einen Gesamtumsatz von 94 Millionen Dollar, wobei die monatlichen Werte stark differierten. Im Sommer stieg der Umsatz auf einen Maximalwert von 16 Millionen an. Aus der allgemeinen Drogenforschung ist bekannt, dass in der Zeit besonders viele Rauschmittel gekauft werden, vermutlich, da sich User für den Besuch von Musik-Festivals eindecken. In einer etwas jüngeren Studie untersuchte die Suchtforscherin Meropi Tzanetakis vom Wiener Zentrum für sozialwissenschaftliche Sicherheitsforschung in Zusammenarbeit mit der IT-Spezialistin Tanja Bukac ausschließlich den zu der Zeit tonangebenden (und im Sommer 2017 von der Polizei geschlossenen) Darknet-Marktführer Alphabay. Im Beobachtungszeitraum von September 2015 bis August 2016 ermittelte sie einen Gesamtumsatz von 94 Millionen Dollar, wobei die monatlichen Werte stark differierten. Im Sommer stieg der Umsatz auf einen Maximalwert von 16 Millionen an. Aus der allgemeinen Drogenforschung ist bekannt, dass in der Zeit besonders viele Rauschmittel gekauft werden, vermutlich, da sich User für den Besuch von Musik-Festivals eindecken.

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