Drogendealer kommt wieder auf freiem Fuß

The Brain ist wieder auf freiem Fuß. Der unter diesem Spitznamen (auf deutsch: das Gehirn) bekannte Drogendealer wurde am Dienstag vom Amtsgericht wegen gemeinschaftlichen Handel und des Besitzes von Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewahrung verurteilt. Seine Verlobte erhielte das gleiche Strafmaß.

Der Haftbefehl gegen den 25-Jahrigen, der in Handschellen in den Gerichtssaal kam, wurde aufgehoben. Das Paar gehört zu einem Drogenring. der rund um gierte und von der Polizei aufgedeckt wurde. Wie bereits mehrfach berichtet, beschäftigen sich die Gerichte seit Monaten mit der Aufklärung der verschiedenen Fälle. Der Kopf des Drogenringes hatte ein umfangreiches Geständnis abgelegt und sowohl Abnehmer als auch Zulieferer preisgegeben. Inzwischen sitzt er eine mehrjährige Haftstrafe ab. THE BRAIN war jetzt innerhalb kürzester Zeit zum dritten Mal im Amtsgericht zu Gast: Zunächst saß er wegen eines kleineren Deliktes auf der Anklagebank, dann sollte er Ende Juni als Zeuge vernommen werden und wurde direkt nach dem Verlassen des Gerichtssaals verhaftet.

Seit dem saß er bis zum jetzigen dritten Termin in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt Zusammen mit seiner Lebensgefährtin hat der
intensiv mit dem Kopf des Drogenringes zusammengearbeitet. Kilowelse Haschisch und Amphetamine gingen durch die
Hände des Paar, berauschende Pilze, LSD, Kokain und was der Markt sonst noch so hergab. Alles abgewickelt in Wohnungen. Entsprechende Geldbeträge waren dort ebenfalls im Umlauf.

Zuletzt wurde die gemeinsame Wohnung der beiden Angeklagten im Juni dieses Jahres durchsucht und auch da wurden noch, wenn auch in kleineren Mengen. Drogen gefunden. Die 23-Jahrige will allerdings schon seit dem ersten Besuch der Polizei 2011 keine Drogen mehr nehmen, zumal sie inzwischen Hutter eines fünf Monate alten Kindes ist Auch „THE BRAIN“ hat nach eigenen Angaben danach zunächst den Drogen abgeschworen, wurde aber wieder rückfällig.

Nach der zweimonatigen Untersuchungshaft will er jetzt aber angeblich endgültig keine Drogen mehr nehmen
und hat sich laut Angaben seines Anwaltes selbst für eine stationäre Therapie angemeldet Die wurde ihm jetzt
allerdings auch vom Gericht als Auflage für die dreijährige Bewahrungszeit mitgegeben. Seine Lebensgefährtin
muss zudem in den nächsten zwölf Monaten per Urinprobe ihre Drogenfreiheit nachweisen. Das Urteil ist
rechtskräftig.

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