Mit Drogen dick im Geschäft und nun auf freiem Fuss

Mit Drogen dick im Geschäft und nun auf freiem Fuß. Der Handel mit Betäubungsmitteln hätte einem 29-jährigen fast einen Platz im Gefängnis gesichert. Zwei Jahre und sechs Monate forderte die Staatsanwaltschaft, weil er erwiesenermaßen in neun Fällen mit Haschisch und Amphetaminen in nicht geringen Mengen gehandelt hatte. Diese Strafe hätte nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden können. Das Schöffengericht unter Vorsitz von am Amtsgericht blieb nach längerer Beratung dann allerdings doch unter der Zwei-Jahres-Grenze, brummte dem Angeklagten dafür jedoch noch eine ordentliche Geldbuße auf.

Der 29-Jährige gehörte zum Umfeld des Großdealers der in den vergangenen Jahren im große Mengen Rauschgift verbreitet hat und in zwischen eine lange Haftstrafe absitzt, nach dem er ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte. Dabei ist auch der Name des Angeklagten gefallen, der nach eigenen Angaben zehn Jahre lang Drogen konsumiert hat. Das ist angeblich jetzt aber vorbei. „Ich trinke nicht mal mehr ein Bier oder rauche eine Zigarette“, widme er sich inzwischen in seiner Freizeit intensiv sportlichen Aktivitäten. Nach dem er bei der Polizei noch kein Geständnis abgelegt hatte, gab er jetzt vor Gericht alle Vorwürfe zu. Demnach hat er von Januar bis zum Juni da erfolgte die Festnahme von alle zwei bis drei Monate 200 bis 300 Gramm Haschisch für den Weiterverkauf erhalten. In drei weiteren Fällen erhielt er Amphetamine, die er ebenfalls größtenteils an seine Abnehmer veräußerte.

Die Staatsanwaltschaft setzte daher in acht Fällen eine Mindeststrafe von einem Jahr an, Das Schöffengericht ließ allerdings Milde walten: Der 29-Jährige wurde zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Zudem muss er eine Geldbuße von 1400 Euro zahlen. Das Gericht vertraute dabei der Aussage des Angeklagten, mit Drogen nichts mehr zu tun zu haben. Man kann’s glauben, man kann’s aber auch sein lassen“, machte der Urteilsbegründung allerdings deutlich, dass diese Entscheidung sehr knapp war. Das Urteil ist rechtskräftig.

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